Bericht von der Mitgliederversammlung des Diakonievereins

November 2019- Neben dem Rückblick auf die Aktivitäten im Geschäftsjahr 2018 mit der Präsentation des Jahresberichts und der Jahresrechnung sowie der Vorstellung des Haushaltsplans für 2020 waren Informationen als Grundlagen für eine erforderliche Satzungsänderung der Vereinssatzung ein zweiter Schwerpunkt der aktuellen Mitgliederversammlung im November 2019 des Wendelsteiner Diakonievereins. Viel Lob und Dank gab es dabei vor allem für die engagierte Arbeit von Geschäftsführerin Annette Messner wie auch für die intensive fachliche Unterstützung der Gesamtarbeit durch Bernd Bergmann als ehrenamtlichen Finanzcontroller.

Pfarrer Norbert Heinritz konnte als erster Vorsitzender des Diakonievereins erfreut neben Altbürgermeister Wolfgang Kelsch, zugleich zweiter Vorsitzender des Diakonievereins, und einigen Gemeinderäten auch mehr als 50 Mitglieder zur Generalversammlung begrüßen. An die Begrüßung schloss er auch den Dank an Geschäftsführerin Annette Messner für ihren Einsatz und an alle weiteren Arbeitskräfte und Helfer an, die sich im Seniorenzentrum und beim angeschlossenen „Betreuten Wohnen“ mit viel Engagement einbringen und so auch personifiziert den Geist der Diakonie lebten. Seine Ankündigung von einem erfolgreichen Jahr 2018 bestätigte Annette Messner faktenreich in ihrem Bericht.

Dieser zeigte, wie vielseitig die Diakonie in der Marktgemeinde als soziale Institution seit langem und effektiv wirkt: So wurden in der ambulanten Pflege aktuell 217 Patienten betreut, für deren Betreuung 28 Mitarbeitende die ganze Woche über sorgen. Die 48 Pflegeplätze sind in allen vier Wohngruppen der stationären Pflege zu über 99 Prozent belegt, wobei sich hier rund 50 Mitarbeitende um die Bewohner kümmern. Bilder über die Aktivitäten der Seniorenarbeit wie regelmäßige Ausflüge, den Besuch von Tieren in den Wohngruppen und musikalische Gastauftritte ergänzten hier den Bericht.

Auch die Tagespflege ist inzwischen ausgebucht

Ergänzend zu den Kernbereichen der ambulanten und stationären Pflege kommt auch der „Treffpunkt“ mit regelmäßigen Angeboten wie Ausflügen und sozialen Aktivitäten und der tägliche „Mittagstisch“ gut an. Inklusive der „Mittagsgäste“, die jeweils von zuhause abgeholt werden, finde der Mittagstisch jetzt sogar auf zwei tägliche Schichten verteilt statt. Daneben biete das Angebot „Essen auf Rädern“ eine Alternative, das aktuell durchschnittlich 48 Personen täglich als praktische Alltagshilfe nutzten. Problemlos arbeiten unter dem Dach der Diakonie auch die Nachbarschaftshilfen, die mit ihren Helferinnen und Helfern das gesamte Gemeindegebiet abdecken.

Besonders erfreulich sei, so Messner, dass die „Tagespflege“ als weiteres Angebot im Haus jetzt nach gut 1 1/2 Jahren mit ihren vierzehn möglichen Belegplätzen ausgebucht sei. Außerdem werden die Bewohner der 50 Wohnungen beim „Betreuten Wohnen“ gern und vielseitig in die sozialen Angebote der Diakonie eingebunden: Alle 50 Wohnungen - die von der „WIBS“ als Tochtergesellschaft der Gemeinde Wendelstein vermietet und verwaltet werden - sind derzeit belegt und es gibt das ganze Jahr über für deren Bewohner Betreuungs- und Mitmachangebote wie etwa Konzerte im Garten vor der Wohnanlage.

Dank an die ehrenamtlichen Helfer

Bei den Jüngsten ist das „Sternen-Kinder-Haus“ ein großes Arbeitsfeld: Hier sind derzeit im Durchschnitt 14 bis 15 Krippenkinder, mehrere Hortgruppen mit insgesamt 86 Kindern sowie eine flexible Kleinkinderbetreuung mit aktuell bis zu 15 Kindern angemeldet. Das „Sternen-Kinder-Haus“ habe 2018 sein 15jähriges Bestehen feiern können und zuständig für die Kinder in diesen drei Einrichtungen sind derzeit 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Dem abschließend von der Geschäftsführerin ausgesprochenen herzlichen Dank an alle ehrenamtlichen Helfer im Verein schloss sich gern auch Pfarrer Norbert Heinritz an.

Nach der Vorstellung der Aktivitäten und Tätigkeitsbereiche folgten trockene Zahlentabellen, da auch die Vorstellung der Haushaltsrechnung für 2018 und des Haushaltsplans für 2020 zu den Berichten von Annette Messner gehörten. Ebenso ausführlich wie bei diesem Zahlenwerk wurde es beim zweiten Schwerpunkt der Versammlung: Der auf Vereinsrecht bei sozialen Einrichtungen spezialisierte Rechtsanwalt Dietmar Weidlich von „Curacon“ erläuterte den Mitgliedern, wie wichtig angesichts der stetigen Vergrößerung der Aufgaben des Diakonievereins in den letzten Jahren eine Änderung der Vereinssatzung werde, um zukünftig Probleme zu vermeiden.

Entwicklung der letzten Jahre macht Satzungsänderungen nötig

Die bisherige Satzung fuße auf der Situation der Gründungsjahre in den 1980er Jahren mit einem wesentlich kleineren Aktivitätenprogramm und erheblich weniger Mitarbeitern. Spätestens mit der Eröffnung des „Senioren-Zentrums“ mit den zusätzlichen Betreuungs- und Mitmachangeboten 2017 samt höherer Zahl an zu Betreuenden und dem „Betreuten Wohnen“ gehöre der Wendelsteiner Diakonieverein zum „Mittelstand“ in der Gruppe der Sozialeinrichtungen. Deshalb gelte es jetzt auch die bisherige innere Vereinsorganisation im Hinblick auf Fragen wie die Haftung der Vereinsführung zu überprüfen und rechtzeitig durch Änderungen Problemen vorzubeugen.

Diesen Informationen mit Analyse der „Ist-Situation“, Lösungsideen und konkreten Möglichkeiten zur Umsetzung innerhalb der bisherigen Vereinssatzung folgte die Abstimmung: Hier entschieden sich die Mitglieder einstimmig, den Vereinsvorstand mit der Ausarbeitung einer neuen Satzung zu beauftragen und diese dann der Versammlung zu einer erneuten Abstimmung vorzulegen. Einstimmig angenommen wurden zudem als nötiger Beschluss der Versammlung die Haushaltsrechnung für 2018, der Haushaltsplan für 2020 und die Entlastung des amtierenden Vereinsvorstands.        (jör)