BlackRiverBrass begeisterte mit Konzert in der St.Georgskirche

November 2019 - „Wir freuen uns, einmal mehr in der St.Georgskirche auftreten zu können, denn St.Georg ist für uns inzwischen fast schon unser musikalisches Wohnzimmer mit vielen Freunden unseres Ensembles gemeinsam“ begrüßte Petra Deuerlein am Sonntag, 10. November die Zuhörer in der vollbesetzten Wendelsteiner Kirche. Unter dem Motto „Im neuen Gwand“ präsentierten die 17 Musikerinnen und Musiker von BlackRiverBrass  - alle spielen zusätzlich in Posaunenchören evangelischer Kirchengemeinden - neben klassischen Stücken auch die Bearbeitungen moderner Werke und begeisterten damit ihr Publikum.

2010 gegründet, besteht das Ensemble aus derzeit knapp 20 Musikbegeisterten mit viel Freude am „klingenden Blech“ und alle sind zusätzlich in den Posaunenchören von Kornburg, Worzeldorf, Wendelstein, Röthenbach bei St.Wolfgang sowie in den Nachbargemeinden aktiv. Das aktuelle Konzertmotto lautete bewußt gewählt „Im neuen Gwand“, denn es gab wortwörtlich neben neuen Musikstücken auch andere Neuerungen, auf die Petra Deuerlein in ihrer Konzertmoderation humorvoll einging: Mit Philipp Wild hat die Gruppe einen neuen Dirigenten und der feste Kern des Ensembles mit mehreren Neuzugängen besteht aus 17 Musikerinnen und Musikern.

Nachdem das Ensemble die Konzertbesucher mit „Jauchzet dem Herrn“ von Felix Mendelsohn-Bartholdy in der St.Georgskirche begrüßt hatte, hieß auch Petra Deuerlein alle willkommen im „Beinahe-Wohnzimmer“ der Musiker, da für „BlackRiverBrass“ die Kirche mit ihrer Akustik ein „musikalisches Wohnzimmer“ sei. Die Mischung aus klassischen und modernen Stücken sowie in verschiedenen Musikstilen setzte das Ensemble mit klassischen Stücken fort: Nach „Nun danket all und bringet Ehr“ erklang Händels „Sarabande“ - als ursprüngliches Übungsstück sogar als Arie in einer Oper zu Ehren gekommen - und „L‘ Armement“ aus Telemanns 12teiliger „Heldenmusik“.         

Swingstücke, südamerikanische Rhythmen und eine Tour an der „Halleluja Drive“

Alle weiteren Stücke des Konzerts führten in die Moderne: Der Text des Johannesevangeliums war die Basis für eine getragene Komposition der 1990er Jahre Bob Chilcott mit dem Titel „God so loved the world“ und als flotte Alternative folgte das Swingstück „Do Lord“ von Richard Roblee im Programm. Mit „Halleluja Drive“ aus den 1980er Jahren von Chris Hazell spielte das Ensemble eine musikalische Phantasiereise und mit „I vow to thee, my country“ aus England ein Lied mit Kultstatus dort bei weltlichen wie kirchlichen Ereignissen. Ein weiteres Stück mit Swingelementen war „Easy & Groovy“ des deutschen Komponisten Ingo Luis.       

Elemente südamerikanischer Rhythmen klangen als spannende Mischung deutlich beim „Montuno Cha Cha“ von Enrique Crespo durch, einem südamerikanischen Komponisten, der in Europa sein künstlerisches Rüstzeug gelernt hatte. Das bekannteste Stück des schwedischen Musikers Waldemar Ahlen „Sommarpsalm“ war ein weiterer musikalischer Schatz des Konzerts, bevor als offizieller Abschluß mit „Broken Up People“ von John Daniels noch ein persönlicher „Ohrwurm“ des Ensembles erklang. Mit der Zugabe in Form eines Ragtime und eines klassischen Präludiums wurde zudem nochmals die  große Vielseitigkeit von „BlackRiverBrass“ deutlich.        (jör)