Einweihung der Kita Arche

Nach Generalsanierung mit Anbau feierte der Kindergarten „Arche“ jetzt Einweihung Die Kinder singen während der Feier

Mit der Sanierung gewachsen und auch mehr Angebot

 Großschwarzenlohe - Wenn es ein Motto gäbe für die Sanierung mit Hortanbau bei der KiTa der „Arche“ in Großschwarzenlohe, es müßte wohl „Was lange währt, wird endlich gut“ lauten - in dieser Beurteilung waren sich alle einig, als jetzt bei idealem Festwetter die Einweihung des erweiterten Kindergartens gefeiert werden konnte. Wie umfangreich das neue Gesamtangebot in der erweiterten Kita ist, erlebten die zahlreichen Besucher - vor allem die Eltern der Kindergartenkinder - nach der Einweihungsfeier bei Führungen durch das Gebäude und das Freigelände, zu dem auch als Neuerung ein nahes Waldstück für eine Waldkindergartengruppe gehört. 

 

Bei der Begrüßung zur Einweihungsfeier zeigte sich Pfarrerin Alexandra Büttner erfreut über das große Interesse vor allem der Familien mit derzeitigen Kindergartenkindern und hieß auch einige Ehrengäste mit Pfarrer Norbert Heinritz und 1.Bürgermeister Werner Langhans an der Spitze zur Feierstunde herzlich willkommen. Eigentlich, so die Pfarrerin, gebe es nicht nur ein besonderes Ereignis zu feiern: Gemeinsam mit dem Abschluß der Generalsanierung des Kindergartens dürfe auch die Einweihung des Hortanbaus gefeiert werden und mit der Eröffnung der Waldkindergartengruppe ergänzend zur Arche gebe es einen dritten schönen Grund zum Feiern.

Es gäbe zwar noch „Kleinigkeiten“ zu erledigen, aber nach insgesamt vier Jahren Bauzeit ab dem Beschluß zur Sanierung und Erweiterung 2016 gelte vor allem eines: Die Kinder, so Alexandra Büttner, dürften jetzt endlich wieder in ihren Kindergarten anstelle der Ausweichquartiere. Im Hinblick auf die Finanzierung der Gesamtmaßnahme dankte sie der Evangelischen Kirchengemeinde und dem Markt Wendelstein für die Unterstützung. Auch den Eltern und Nachbarn galt ein besonderer Dank, da sie in den letzten Jahren mit viel Geduld diese Ausnahmesituation ideell mitgetragen hätten, und der benachbarten Grundschule als Ausweichdomizil in Containern.

 Gemalte „Himmelsleitern“ erinnern zukünftig an die Einweihung

Mit Verweis auf die Bibelstelle von der „Himmelsleiter“, die Jakob sieht, bat sie zudem die Kinder die Felder von zwei aufgemalten Leitern auf Holzbrettern zu bemalen, da beide als Erinnerung an diesen besonderen Tag ausgestellt bleiben sollen. Die Grußworte von 1.Bürgermeister Werner Langhans und Kindergartenleiterin Christine Müller beschlossen die Feierstunde.

Der Bürgermeister dankte der Kirchengemeinde als Träger der Einrichtung für die richtige Entscheidung 2016, die Generalsanierung durchzuführen, um den Kindern nach fast 30 Jahren Gebäudebestand eine moderne Heimat für eine wichtige Zeit ihrer Kindheit zu bieten. Mit dem Neubau eines Hortgebäudes für zwei Gruppen ergänzend zum Gebäudebestand sei es nun möglich, drei Hortgruppen, zwei Kindergartengruppen, die Krippengruppe und neu eine kooperative flexible Ganztagesgruppe unterzubringen. Eine Besonderheit ist auch die Wald-Kindergartengruppe, die jetzt in ihrem Waldareal bei der Waldhalle ein Zusatzangebot bietet.     

 Im Geiste mit Pfarrerin Büttner mitgelitten  

Als Leiterin der Kindertagesstätte blickte auch Christine Müller auf die mehrjährige Bauzeit zurück. Oft habe sie mit Pfarrerin Alexandra Büttner mitgefühlt und mitgelitten, wenn es wieder einmal Probleme und unerwartete Entwicklungen bei der Generalsanierung mit Anbau gegeben habe und dies natürlich auch ein Thema bei Besprechungen war. Deshalb schloss sie in ihren Dank alle beteiligten Handwerker und Firmen ein, die stets versucht haben, diese Probleme schnell und erfolgreich zu beheben. „Jetzt freuen wir uns darauf, in dem neugestalteten und erweiterten Bau wieder arbeiten und hier für unsere Kinder da sein zu dürfen“ beschloss sie ihr Grußwort.

Nach der offiziellen Feier bot sich für die zahlreichen Gäste Gelegenheit, in - coronabedingt  kleineren - Gruppen das neue Hortgebäude und den neugestalteten Kindergarten zu erkunden. In beiden Häusern sind die Räume jetzt besonderen Funktionen zugeordnet: Der Hortbau beherbergt einen Ruheraum, einen Kreativraum, einen Raum für Bewegungsmöglichkeit sowie eine Lese- und Lernwerkstatt, die Küche und eine Mensa für drei Hortgruppen. Ähnlich aufgegliedert sind die Räume im Kindergarten mit Krippe für die drei Gruppen der „Schmetterlinge“, „Spatzen“ und „Adler“ als Gruppe mit den Vorschulkindern.       

 

Als spannende Ergänzung des Betreuungsangebots präsentierte sich erstmals der Waldkindergarten mit einer Gruppe. Auf einem umzäunten Waldareal mit 1100 qm steht bereits einer von zwei Bauwägen - als Gruppenraum für Schlechtwettertage - und ein hölzerner Pavillon ergänzt die Baulichkeiten. Der Situation angepasste Toiletten als Komposttoiletten ohne Wasser zum Einstreuen tragen dem Umwelt- und Waldcharakter Rechnung. Wer noch einen Betreuungsplatz für sein Kind sucht und offen für eine neue Betreuungsform wie einen Waldkindergarten ist - in der Kindertagesstätte der Arche gibt es noch freie Plätze in der Wald-Kindergartengruppe.    (jör)

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