Sonntagsandacht für Exaudi (24. Mai)

Seit dem 4. Mai dürfen wieder Gottesdienste unter Sicherheitsbedingungen stattfinden. Wir laden daher wieder zu unseren Gottesdiensten ein. Die Plätze sind allerdings begrenzt. Wir bieten daher auch weiterhin Sonntagsandachten für daheim für diejenigen, die derzeit den Gottesdienst nicht besuchen möchten oder auch nicht dazu in der Lage sind. Man kann diese Sonntagsandacht hier im Internet herunterladen und anhören oder wir bringen Sie Ihnen gedruckt ins Haus. Wenn Sie das möchten (auch wenn Sie die Sonntagsandacht bisher erhalten haben), geben Sie uns bitte Bescheid (ein Anruf im Pfarramtsbüro Tel. 286521 genügt).

Andacht am Sonntag Exaudi (14.5.2020)

Hier können Sie die Andacht herunterladen.

Suchen Sie sich einen ruhigen Ort, allein oder mit der Familie, entzünden Sie – wenn Sie mögen – eine Kerze, setzen Sie sich ruhig hin, vielleicht hören Sie sogar unsre Glocken und achten auf Ihren Atem. Atmen heißt – ich darf leben. Machen Sie sich bewusst, Sie sind jetzt mit vielen in Wendelstein und Umgebung verbunden.

Gemeinsam oder allein (laut oder leise)

Wochenspruch

"Christus spricht: Wenn ich erhöht werde von der Erde, so will ich alle zu mir ziehen." (Joh 12,32)

Psalm 27  
Kann auch im Wechsel gelesen werden.

Der Herr ist mein Licht und mein Heil;
vor wem sollte ich mich fürchten?

Der Herr ist meines Lebens Kraft;'
vor wem sollte mir grauen?

Eines bitte ich vom Herrn, das hätte ich gerne:
dass ich im Hause des Herrn bleiben könne mein Leben lang, zu schauen die schönen Gottesdienste des Herrn und seinen Tempel zu betrachten.

Denn er deckt mich in seiner Hütte zur bösen Zeit,
er birgt mich im Schutz seines Zeltes und erhöht mich auf einen Felsen.

Und nun erhebt sich mein Haupt über meine Feinde, die um mich sind;
so will ich opfern in seinem Zelt mit Jubel, ich will singen und Lob sagen dem Herrn.

Herr, höre meine Stimme, wenn ich rufe;
sei mir gnädig und antworte mir!

Mein Herz hält dir vor dein Wort: »Ihr sollt mein Antlitz suchen.«
Darum suche ich auch, Herr, dein Antlitz.

Verbirg dein Antlitz nicht vor mir, verstoße nicht im Zorn deinen Knecht! Denn du bist meine Hilfe;
verlass mich nicht und tu die Hand nicht von mir ab, du Gott meines Heils!

Denn mein Vater und meine Mutter verlassen mich,
aber der Herr nimmt mich auf.

Ich glaube aber doch, dass ich sehen werde
die Güte des Herrn im Lande der Lebendigen.

Harre des Herrn!
Sei getrost und unverzagt und harre des Herrn!

Evangelium des Sonntags

Joh 16, 5-15: Das Werk des Heiligen Geistes

5 Jetzt aber gehe ich hin zu dem, der mich gesandt hat; und niemand von euch fragt mich: Wo gehst du hin? 6 Doch weil ich dies zu euch geredet habe, ist euer Herz voll Trauer. 7 Aber ich sage euch die Wahrheit: Es ist gut für euch, dass ich weggehe. Denn wenn ich nicht weggehe, kommt der Tröster nicht zu euch. Wenn ich aber gehe, werde ich ihn zu euch senden. 8 Und wenn er kommt, wird er der Welt die Augen auftun über die Sünde und über die Gerechtigkeit und über das Gericht; 9 über die Sünde: dass sie nicht an mich glauben; 10 über die Gerechtigkeit: dass ich zum Vater gehe und ihr mich hinfort nicht seht; 11 über das Gericht: dass der Fürst dieser Welt gerichtet ist. 12 Ich habe euch noch viel zu sagen; aber ihr könnt es jetzt nicht ertragen. 13 Wenn aber jener kommt, der Geist der Wahrheit, wird er euch in aller Wahrheit leiten. Denn er wird nicht aus sich selber reden; sondern was er hören wird, das wird er reden, und was zukünftig ist, wird er euch verkündigen. 14 Er wird mich verherrlichen; denn von dem Meinen wird er's nehmen und euch verkündigen. 15 Alles, was der Vater hat, das ist mein. Darum habe ich gesagt: Er nimmt es von dem Meinen und wird es euch verkündigen.

Stille

Nehmen Sie sich Zeit zur Stille, zu eigenen Gedanken oder lesen oder hören Sie Gedanken zum Tag von Pfarrerin Johanna Graeff
http://wendelstein-evangelisch.mws3.de/gedanken-zum-sonntag-exaudi-von-p...


Lied

Passend zu den Gedanken können Sie das Lied „Herz und Herz vereint zusammen“ singen, lesen oder hier hören: https://www.youtube.com/watch?v=T7xr8smb2rk

1. Herz und Herz vereint zusammen
sucht in Gottes Herzen Ruh.
Lasset eure Liebesflammen lodern auf den Heiland zu.
Er das Haupt, wir seine Glieder,
er das Licht und wir der Schein,
er der Meister, wir die Brüder,
er ist unser, wir sind sein.

2. Kommt, ach kommt, ihr Gnadenkinder,
und erneuert euren Bund,
schwöret unserm Überwinder
Lieb und Treu aus Herzensgrund;
und wenn eurer Liebeskette
Festigkeit und Stärke fehlt,
o so flehet um die Wette,
bis sie Jesus wieder stählt.

3. Legt es unter euch, ihr Glieder,
auf so treues Lieben an,
dass ein jeder für die Brüder
auch das Leben lassen kann.
So hat uns der Freund geliebet,
so vergoss er dort sein Blut;
denkt doch, wie es ihn betrübet,
wenn ihr euch selbst Eintrag tut.

4. Halleluja, welche Höhen,
welche Tiefen reicher Gnad,
dass wir dem ins Herze sehen,
der uns so geliebet hat;
dass der Vater aller Geister,
der der Wunder Abgrund ist,
dass du, unsichtbarer Meister,
uns so fühlbar nahe bist.

5. Ach du holder Freund,
vereine deine dir geweihte Schar,
dass sie es so herzlich meine,
wie’s dein letzter Wille war.
Ja verbinde in der Wahrheit,
die du selbst im Wesen bist,
alles, was von deiner Klarheit
in der Tat erleuchtet ist.

6. Liebe, hast du es geboten,
dass man Liebe üben soll,
o so mache doch die toten,
trägen Geister lebensvoll.
Zünde an die Liebesflamme,
dass ein jeder sehen kann:
Wir, als die von einem Stamme,
stehen auch für einen Mann.

7. Lass uns so vereinigt werden,
wie du mit dem Vater bist,
bis schon hier auf dieser Erden
kein getrenntes Glied mehr ist,
und allein von deinem Brennen
nehme unser Licht den Schein;
also wird die Welt erkennen,
dass wir deine Jünger sein.

Gebet

Guter Gott,
wir wünschen uns deine Nähe, und scheuen sie zugleich doch.
Bitte, komm zu uns und öffne unsere Sinne, dass wir dich spüren. Schreib dich in unsere Herzen und Sinne ein.

Schreib dich denen in die Herzen, die vereinsamen in Krankenhäusern und Pflegeheimen, die sich vergessen fühlen, die Zuneigung vermissen
und nicht mehr an deine und unsere Nähe glauben können.
Schreib dich denen in die Herzen, die keine Hoffnung mehr haben, die Angst haben und die kalt und leer geworden sind.

Schreib dich denen in die Herzen, die nicht glauben können
an deinen Weg mit uns, und bei denen, die Reichtum oder Rasse,
technisches Vermögen oder den vermeintlich unentwegten Fortschritt
an deine Stelle setzen.

Schreib dich denen in die Herzen, die dich im Nächsten nicht sehen wollen und ihre eigenen Bedürfnisse über alles andere stellen.

Schreib dich denen in die Herzen, die für andere Menschen Sorge zu tragen haben, in Familien, in der Politik, in Einrichtungen.

Schreib dich denen in die Herzen, die über Krieg und Frieden entscheiden.
Schreib dich uns in die Herzen, wenn wir meinen, dass wir dich nicht spüren können und nicht wissen, wie unser Weg weiter geht. Lass deine Liebe in unsere Herzen fließen, so dass wir sie mit anderen Herzen teilen können.

Amen.

Vaterunser

Vater unser im Himmel.
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich
und die Kraft und die Herrlichkeit
in Ewigkeit. Amen.

 

Segen

Gott segne und behüte dich.
Gott lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig.
Gott erfülle dich mit seiner Gegenwart.
Gott erhebe sein Angesicht auf dich und schenke dir seinen Frieden.
So segne uns Gott, Vater, Sohn und Heiliger Geist. Amen.

Tags: