Predigten

Gedanken zum Kirchweihsonntag

Ein Pfarrer erzählt von einer Begebenheit auf einem Bahnsteig der U-Bahn in Frankfurt: Ich wollte gerade die Treppe betreten, die nach unten zu den Zügen führt. Da stolperte ein Betrunkener mit einer Bierflasche in der Hand die Treppe herauf. Irgendetwas brabbelte er vor sich hin. Dann wankte er auf mich zu, blieb vor mir stehen, der Bierdunst schlug mir ins Gesicht. Mit seiner Flasche tippte er gegen meine Brust und fragte: „Glaubst du an Gott?“ Darauf war ich nicht gefasst. Nachmittags um 17.10 Uhr auf einem U-Bahnsteig. Meine U-Bahn konnte jeden Augenblick kommen. Sollte ich dem Betrunkenen auf diese Frage antworten? Sollte die Frage vielleicht ein Witz sein?

Andacht zum 2. Sonntag nach Trinitatis

Singen tut gut! Singen stellt Nähe her, unter Menschen und auch von den Menschen zu Gott. Singen und Musik drückt Gefühle und Stimmungen oft besser aus als Worte und erreicht Menschen noch, wenn Sie sonst kaum noch etwas können. Singen geht manchmal nur unter Tränen. Und manche Lieder können alles in einem ausdrücken. „Singt dem Herrn ein neues Lied, denn er tut Wunder!“ Das kann ein fröhliches, schwungvolles Lied sein. Das kann aber auch heißen: Gott, ich vertraue auf dich, auch wenn ich mich gerade ganz elend fühle. Ich traue ich dir, Gott, das Wunder zu, dass es einen neuen Anfang geben wird.

Gedanken zum 1. Sonntag nach Trinitatis

 „Glück ist, wenn man dafür geliebt wird, wie man eben ist.“

Dieser Satz stand in einer Art Vermächtnis von einem Menschen, den ich beerdigt habe. Diese Aussage hat mich berührt, da es keinesfalls selbstverständlich ist, dafür geliebt zu werden, wie man eben ist. Wir erleben, dass sich jemand an unserer Art stört und das gilt umgekehrt ja genauso. So dass wir den anderen gerne umerziehen, weil er oder sie halt doch anders ist, als wie wir ihn oder sie gerne hätten und uns vor allen Dingen mit den herausfordernden Seiten eines Menschen oft schwertun.

Predigt zu Trinitatis 2020 von Kililan Brandenburg

Gott segnet. Damit beginnt die Geschichte der Menschen mit Gott. Zu allererst mit dem Segen an Abraham. Gott sprach: Geh aus deinem Vaterland in ein Land, das ich dir zeigen will. Und ich will dich zum großen Volk machen und will dich segnen und du sollst ein Segen sein. ...
Hören Sie hier die ganze Predigt:

Gedanken zu Trinitatis

Am Ende eines jeden Gottesdienstes wird uns der Segen zugesprochen. Im Segen liegt die ganze Kraft Gottes. Es sind meist die Worte des sogenannten aaronitischen Segens aus dem 4. Buch Mose: Der HERR segne dich und behüte dich; der HERR lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig; der HERR erhebe sein Angesicht auf dich und gebe dir Frieden. (4. Mose 6,24-26)
Diese Segensworte sind Worte, die schaffen, was sie sagen.

Gedanken zu Pfingsten von Pfarrer Norbert Heinritz

Wir feiern Pfingsten, das Fest des Heiligen Geistes, der Begeisterung, der Freude und ein Fest des Sich-Verstehens. Neben Weihnachten und Ostern ist es das dritte Hochfest im Jahr. Wir merken es daran, dass auch Pfingsten einen zweiten Feiertag hat. Und zwei Wochen Ferien gibt es auch noch dazu. So bedeutsam ist also das Pfingstfest, dass es zwei Tage zum Feiern hat und natürlich auch Gottesdienst am Pfingstsonntag und Pfingstmontag.

Gedanken zum Sonntag Rogate - von Pfarrerin Alexandra Büttner

„Beten ist wie...“ Wie würden Sie diesen Satz vervollständigen?

Vielleicht ja so: Beten ist wie Reden mit einem Freund. Oder: Beten ist geborgen sein in einem sicheren Raum. Diese Antworten stammen von unseren Konfirmandinnen und Konfirmanden. Sie haben mich beeindruckt. Genauso wie auch die Folgenden: Beten ist wie ein Lichtblick in meinem schweren Leben. Beten ist wie ein Gespräch mit einer Vertrauensperson. Beten ist wie das Gefühl der Erleichterung. Beten bringt alle Gedanken zur Ruhe. Beten heißt sich frei zu fühlen. Beten ist wie ein Dach über mir. Beten heißt, die Gefühle rauszulassen. Beten heißt Zusammenhalt mit Gott.

Verbunden mit Christus - Gedanken zum Sonntag Jubilate

Folgendes Bild habe ich vor Augen: An der Südwand des Hauses wächst ein Weinstock. Stark ist er, verzweigt, schön hochgewachsen und mit tiefen Wurzeln. Jahrzehnte  steht er schon in der sommerlichen Südsonne und im Herbst trägt er viele süße, wenn auch kleine Trauben. So alt wie die Fassade des Hauses ist er. Eines Tages ist eine Fassadensanierung des alten Hauses unumgänglich. Der Weinstock muss gekappt werden, abgeschnitten reicht sein dicker Stamm nicht mehr weit in die Höhe. Was wird aus ihm werden?

 

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