Predigten

Predigt am 1. Sonntag nach Trintitas (18.6.2017) zu Joh 5,39-47 von Pfr. Norbert Heinritz

Liebe Gemeinde,

es gibt immer wieder Herausforderungen im Leben. Und das ist gut so. Herausforderungen sind da, um sie zu bestehen. Herausforderungen können einen motivieren. Herausforderungen können einen aber auch auf die Probe stellen, eben herausfordern.

Auch Pfarrerinnen und Pfarrer haben immer wieder mal so eine Herausforderung beim Predigtvorbereiten. Ich meine da konkret unser heutiges Bibelwort. Als ich es das erste Mal gelesen habe, hab ich mir gedacht: Was sollst du denn dazu sagen? Kannst du den Text überhaupt predigen? Aber bevor ich etwas dazu sage: Hört erst mal selbst!

"Handreichung Gottes" - Predigt an Trinitatis 2017 von Pfr.i.R. Horst D. Stanislaus

In dem Jahr, als der König Usija starb, sah ich den Herrn sitzen auf einem hohen und erhabenen Thron und sein Saum füllte den Tempel. Serafim standen über ihm; ein jeder hatte sechs Flügel: Mit zweien deckten sie ihr Antlitz, mit zweien deckten sie ihre Füße und mit zweien flogen sie. Und einer rief zum andern und sprach: Heilig, heilig, heilig ist der Herr Zebaoth, alle Lande sind seiner Ehre voll! Und die Schwellen bebten von der Stimme ihres Rufens und das Haus ward voll Rauch.

Von Raupen, Schmetterlingen und anderem Getier - Osterpredigt 2017 von Pfr. Norbert Heinritz

Liebe Gemeinde,

Jesus ist Auferstanden. Er ist wahrhaftig auferstanden. Das feiern wir heute. Das Leben ist stärker als der Tod! Jesus hat den Tod besiegt. Jesus lebt.

Freilich sind da auch Fragen: Wie kann das sein? Wie kann einer von den Toten auferstehen? So schön unser Gottesdienst ist, so beschwingt unsere Leider klingen, so freudig wir feiern – es können einen auch Zweifel beschleichen. Wie kann der Tod besiegt werden? Ist nicht wenigstens der Tod totsicher?

Healing of Memories - Sonntagsbetrachtung im Schwabacher Tagblatt

Lieber Leser, liebe Leserin,

Südafrika in den 1970-er Jahren. Es herrscht dort ein Apartheidregime, das Schwarze von der politischen und gesellschaftlichen Teilhabe ausschließt. Der weiße anglikanische Kaplan Pater Michael Lapsley wird aus Neuseeland als Missionar nach Südafrika versetzt. Er schließt sich der Antiapartheidbewegung an und predigt gegen die Rassentrennung. 1976 wird er des Landes verwiesen, setzt sich aber weiter für die Rechte der Schwarzen ein. Im Exil verliert er 1990 bei einem Briefbombenattentat beide Hände und sein rechtes Auge, auch sein Trommelfell wird stark beschädigt. Nach einer langen Genesungszeit gründet Pater Michael 1998 in Kapstadt das „Institut for Healing of Memories". Es bietet den Opfern der Apartheid Unterstützung bei ihrer seelischen Heilung an. „Die Heilung traumatischer Erfahrungen ist möglich, wenn man die Erinnerungen nicht verdrängt, sondern sie bearbeitet", meint Pater Michael.

Gereimte Faschingspredigt von Pfr. Heinritz am 26.2.2017

Pfarrer Heinritz mit HandpuppeBei der Fashingspredigt trat Martin Luther als Handpuppe auf und es ergab sich ein Gespräch zwischen Pfr. Heinritz und Martin Luther. Die Texte sind entsprechen kursiv oder nicht-kursiv dargestellt.

Liebe Gemeinde, liebe Leute,

ne greimte Predigt gibt es heut.
Weil Fasching ist an allen Orten,
ne Predigt mal mit andern Worten. 

Auf‘s Wort, da kommt es wirklich an,
gsagt hat des schon an anderer Mann.
Kein Blatt hat der vorm Mund genommen,
egal was da dann ist gekommen.
Die Wirkung war daher nicht klein,
Ihr wisst jetzt schon, wen ich mein?
In diesem Jahr – auch weiß das meine Mutter –
ist es ich natürlich:
Martin Luther.   

Predigt am Heilig Abend 2016 von Pfarrer Norbert Heinritz

Liebe Gemeinde,

ich liebe diesen Abend, diesen Heiligen Abend. Ich liebe diesen Abend seit meiner Kindheit bis heute. Ein ganz eigener Zauber liegt über diesen Abend. Am Morgen noch geschäftiges Treiben, eilende Menschen, Schlangen bei der Metzgerei Böhm und beim Bäcker Enßer, daheim noch aufgeregtes Herrichten, letztes Einpacken von Geschenken und dann kehrt Ruhe ein, wenn so langsam die Dämmerung kommt und Lichter angehen. Was bis dahin nicht geschafft ist, kann man jetzt auch nicht mehr erledigen. Es legt sich ein sanfter stiller Schleier übers Land. Die hörbare Ruhe. Kaum noch Autos auf den Straßen. Das hat mich schon als Kind begeistert, wie es plötzlich still wird. Und wenn dann noch Schnee liegt, der die Geräusche dämpft...

Gott lässt uns Zeit zur Umkehr - Predigt am Buß- und Bettag 2016 von Pfr. Norbert Heinritz

Liebe Gemeinde,

wir haben noch Zeit! Wir haben noch Zeit, zur Umkehr. Gott lässt uns Zeit dafür. Das ist das Evangelium, das ist die gute Botschaft heute am Buß- und Bettag 2016. Es ist nicht so, dass alles zwangsläufig den Bach hinunter geht. Es ist nicht so, dass wir alle verloren sind, auch wenn uns viele Schreckensmeldungen erreichen. Nein, wir haben Zeit zur Umkehr. Und der Buß- und Bettag mahnt uns, diese Zeit, die Möglichkeit auch zu nutzen.

Ihr seid Bürger im Himmel - Predigt am 30.10.2016 von Pfr. Norbert Heinritz

Liebe Gemeinde,

der 30. Oktober 2016 ist ein besonderer Tag. Ja, dieser ganz gewöhnliche Herbsttag ist für die evangelische Kirche ein ganz besonderer Tag. – Warum? – Wegen dieses Buches! Der Bibel. Heute am 30. Oktober wird offiziell die neue revidierte Lutherübersetzung den evangelischen Gemeinden zum Gebrauch übergeben. Mit einem Gottesdienst in Eisenach wird das gefeiert. Ein guter Auftakt, ein erster herausragender Höhepunkt zum 500. Reformationsjubiläum, das wir in den kommenden 12 Monaten feiern werden.

Predigt von Vikar Julian Deusing am Dreieinigkeitsfest (Trinitatis) 2016

Am Anfang meines Theologiestudiums habe ich ein Gespräch geführt, von dem ich ihnen erzählen möchte. Es war Frühling und ich war in Coburg. Nach dem Tischtennistraining war ich noch mit ein paar Mitspielern auf der Terrasse gesessen und wir haben was getrunken. Soweit nichts Ungewöhnliches. Und wie wir so zusammensaßen fiel das Gespräch dann auf mich. Einer meiner Mitspieler sagte zu mir: "Du Julian, du studierst doch jetzt Theologie."

Zwischen Jubelrufen und Hassparolen

Sonntagsbetrachtungen im Schwabacher Tagblatt vom 19.3.2016

Lieber Leser, liebe Leserin,

an diesem Sonntag ist Palmsonntag. Seinen Namen hat er von den Palmwedeln, die die Menschen vor Begeisterung auf den Weg legten, als Jesus in Jerusalem einzog. Sie jubelten Jesus zu. Sie riefen „Hosianna“ und „Halleluja“. Sogar Königsrufe erschallten für diesen jungen Mann, der ganz unköniglich auf einem Esel in die Stadt ritt. Es dauerte freilich nicht lange, gerade mal eine knappe Woche, da erklangen ganz andere Rufe in der Hauptstadt der römischen Provinz. „Kreuziget ihn! Kreuziget ihn!“, skandierte die Menschenmenge vor dem Palast des römischen Statthalters Pilatus.

Seiten

Subscribe to RSS - Predigten