Predigten

Gedanken zum Sonntag Judika – von Pfarrerin Alexandra Büttner

„Unruhige Zeiten – mein Schatz“. An diesen Satz aus einem Lied von Konstantin Wecker habe ich vor einigen Tagen denken müssen, zumal ich ihn in abgewandelter Form häufig gehört habe. Mittlerweile kommt es mir so vor, als erlebe ich aber eher die Ruhe vor dem Sturm.

Unruhige Zeiten hat es in meinem Leben immer wieder gegeben. Und womöglich, wenn sie zurückdenken, dann fällt ihnen/euch auch das eine oder andere Erlebnis ein, das das persönliche Leben auf den Kopf gestellt hat.

Gedanken zum Montagsspruch im Februar

Wir leben in Deutschland in einem freien Land als freie mündige Bürger mit einer Verfassung, unserem Grundgesetz, das uns diese freiheitlichen Bürgerrechte garantiert. Gott sei Dank ist es so. Doch wissen wir das auch wirklich zu schätzen? Und gehen wir mit unserer Freiheit auch verantwortungsvoll um? Mich erschrecken der zunehmende Hass und der verächtliche Umgangston, der sich vor allem in den sozialen Medien breit macht. Erschütternd finde ich, dass unsers Landesbischof Heinrich Bedford-Strom sogar Morddrohungen erhalten hat.

Predigt am Heilig Abend 2019 von Pfr. Norbert Heinritz

Liebe Gemeinde,

haben Sie daheim einen Christbaum? Oder haben Sie einen Winterbaum? Und hängen daran Weihnachtsengel, die an die Botschaft in der Nacht zu Bethlehem erinnern? Oder sind es „geflügelte Jahresendfiguren“? So jedenfalls - habe ich gelesen - lautete eine Umdeutung der Weihnachtsengel in der ehemaligen DDR. Ob das die DDR-Führung wirklich so wollte oder ob es nur Satire war, darüber ist man sich bis heute nicht im Klaren. Auf jeden Fall war das christliche Weihnachtsfest den Machthabern in der DDR ein Dorn im Auge. Sie hätten lieber eine Jahresendfeier gehabt. Freilich: unter zu kriegen war Weihnachten, das Kind in der Krippe und die Botschaft vom Frieden auf Erden auch in der DDR nicht.

Predigt zur Jubelkonfirmation 2019 von Pfr. Norbert Heinritz (zu Joh 8.12)

Liebe Jubelkonfirmandinnen, liebe Jubelkonfirmanden, liebe Gäste, liebe Gemeinde,

ich möchte Ihnen eine Geschichte erzählen, die von den Philippinen stammt: Ein König hatte zwei Söhne. Als er alt wurde, wollte er einen der beiden zu seinem Nachfolger bestellen. Er versammelte die Weisen seines Landes und rief seine Söhne herbei. Er gab jedem der beiden fünf Silberstücke und sagte: „Füllt für dieses Geld die Halle in unserem Schloss bis zum Abend. Womit, das ist eure Sache.“ Die Weisen sagten: „Das ist eine gute Aufgabe. Denn es ist eine sehr schwierige Aufgabe. Die Halle ist groß und was kann man schon für 5 Silberstücke kaufen, dass man sie füllen könnte?“

Der Glanz ist vorüber, Geschenke verteilt - Predigt im G plus am 30.12.2018 von Pfr. Norbert Heinritz

Liebe Gemeinde, unser Bibelwort für heute steht im Matthäusevangelium im 2. Kapitel (Matth 2,13-23):
Als die Weisen aus dem Morgenland hinweggezogen waren, siehe, da erschien der Engel des Herrn dem Josef im Traum und sprach: Steh auf, nimm das Kindlein und seine Mutter mit dir und flieh nach Ägypten und bleib dort, bis ich dir's sage; denn Herodes hat vor, das Kindlein zu suchen, um es umzubringen.

Der Glanz ist vorüber, die Geschenke verteilt, die Gäste wieder auf dem Heimweg, da scheint die dunkle Seite unseres Daseins wieder auf. Neid, Missgunst, Hass – mit einer stillen, heiligen Nacht ist sie noch nicht besiegt. Auch nicht die dunkle Seite in uns. Da braucht es die hellen Träume. Da braucht es Engel, Boten Gottes, die einen den Weg in Licht weisen. Und manchmal hilft nur eines: Zu fliehen, vor der Dunkelheit zu fliehen.

Seiten

Subscribe to RSS - Predigten