Predigten

Gedanken zum Sonntag Misericordias Domini

Es ist der Sonntag des guten Hirten und an ihm wird das wohl bekannteste Bild für Gott aufgegriffen. Noch heute lernen Grundschüler, und natürlich auch die Konfirmandinnen und Konfirmanden den Psalm 23: der Herr ist mein Hirte. Mein Eindruck ist, dass es nach wie vor auch der beliebteste Psalm ist. Der Hirte kommt zwar in unserem Alltag kaum mehr vor, aber doch verstehen viele noch unmittelbar, was damit ausgedrückt werden soll. In eindrücklichen Bildern beschreibt der Psalm die Fürsorge Gottes.

Gedanken zum Sonntag nach Ostern von Kilian Brandenburg

Hebt eure Augen in die Höhe und seht! (Jes 40,26) Wie geht es Ihnen? Wir haben schönes Wetter, der Frühling ist da, die Sonne scheint, es wird warm. Eigentlich die richtige Zeit rauszugehen, etwas zu unternehmen, ins Grüne zu fahren. Eigentlich die richtige Zeit, die Natur zu genießen, zu wandern, sich in eine Biergarten zu setzen, in einem Ausflugslokal ein schönes Essen zu genießen! Eigentlich die richtige Zeit, um sich mit Freunden zu treffen, zu grillen, zu feiern, fröhlich zu sein...

Gedanken zu Ostern 2020

„Der Herr ist auferstanden!" – „Er ist wahrhaftig auferstanden!" So klingt der österliche Gruß in unseren Festgottesdiensten am Ostersonntag in der Arche und in der St. Georgskirche. So würde er auch in diesem Jahr erklingen, wenn nicht... Tja, heuer ist alles anders. Noch nie habe ich das erlebt, dass kein Ostergottesdienst stattfinden kann. Es tut weh auf die schönen Ostergottesdienste zu verzichten: das Osterfeuer im Garten der Arche; die Osternacht mit den brennenden Kerzen, der aufgehenden Sonne und dem gemeinsamen Gesang „Er ist erstanden, Halleluja"; die Osterfanfare des Posaunenchors zum Einzug der Osterkerze in die St. Georgskirche; ...

Gedanken zum Karfreitag - von Pfarrerin Alexandra Büttner

Jesus stirbt am Kreuz. Zwar in aller Öffentlichkeit, aber doch einsam. Seine Freunde waren fast alle weg. Von den Soldaten wird er verlacht. Selbst einer, der mit ihm auf Golgatha hängt, spottet. Seine Mutter stand noch da. Seine Tante auch. Und Johannes, sein Lieblingsjünger. Aber seine Hand halten oder gar ihn selbst umarmen ist nicht möglich.

Auch in diesen Tagen wird gestorben. Einsam. Manchmal sogar namenlos. Nicht nur in Krankenhäusern oder Altenheimen. Nicht nur an Corona. Gestorben wird an den Folgen von Umweltzerstörung, gestorben wird in Flüchtlingslagern oder im Mittelmeer. Auch im Straßenverkehr und an so vielen Orten kommen Menschen zu Tode. Zum Leben gehört der Tod, das wissen wir. Alt und lebenssatt zu sterben wäre schön, aber wir erleben, es ist so vielen nicht geschenkt. Sterben ist auch gewaltsam.

Aufgeschoben ist nicht aufgehoben - Andacht zum Palmsonntag von Vikar Tobias Wölfel

„Aufgeschoben ist nicht aufgehoben“ – dieser Satz fällt mir in diesen Tagen und Wochen immer häufiger ein. Vielleicht nicht nur mir, sondern auch Ihnen. Diese Zeit hat viel mit aufschieben zu tun, vor allem was Festgottesdienste in unserer Kirchengemeinde angeht. Aber: aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Ich denke da vor allem an unsere Jubelkonfirmation, die an diesem Sonntag in Wendelstein gefeiert worden wäre. Ich denke auch an die aktuellen Konfirmandinnen und Konfirmanden, die nicht wie anfangs geplant ihre Konfirmation feiern können.

Gedanken zum Sonntag Judika – von Pfarrerin Alexandra Büttner

„Unruhige Zeiten – mein Schatz“. An diesen Satz aus einem Lied von Konstantin Wecker habe ich vor einigen Tagen denken müssen, zumal ich ihn in abgewandelter Form häufig gehört habe. Mittlerweile kommt es mir so vor, als erlebe ich aber eher die Ruhe vor dem Sturm.

Unruhige Zeiten hat es in meinem Leben immer wieder gegeben. Und womöglich, wenn sie zurückdenken, dann fällt ihnen/euch auch das eine oder andere Erlebnis ein, das das persönliche Leben auf den Kopf gestellt hat.

Gedanken zum Montagsspruch im Februar

Wir leben in Deutschland in einem freien Land als freie mündige Bürger mit einer Verfassung, unserem Grundgesetz, das uns diese freiheitlichen Bürgerrechte garantiert. Gott sei Dank ist es so. Doch wissen wir das auch wirklich zu schätzen? Und gehen wir mit unserer Freiheit auch verantwortungsvoll um? Mich erschrecken der zunehmende Hass und der verächtliche Umgangston, der sich vor allem in den sozialen Medien breit macht. Erschütternd finde ich, dass unsers Landesbischof Heinrich Bedford-Strom sogar Morddrohungen erhalten hat.

Predigt am Heilig Abend 2019 von Pfr. Norbert Heinritz

Liebe Gemeinde,

haben Sie daheim einen Christbaum? Oder haben Sie einen Winterbaum? Und hängen daran Weihnachtsengel, die an die Botschaft in der Nacht zu Bethlehem erinnern? Oder sind es „geflügelte Jahresendfiguren“? So jedenfalls - habe ich gelesen - lautete eine Umdeutung der Weihnachtsengel in der ehemaligen DDR. Ob das die DDR-Führung wirklich so wollte oder ob es nur Satire war, darüber ist man sich bis heute nicht im Klaren. Auf jeden Fall war das christliche Weihnachtsfest den Machthabern in der DDR ein Dorn im Auge. Sie hätten lieber eine Jahresendfeier gehabt. Freilich: unter zu kriegen war Weihnachten, das Kind in der Krippe und die Botschaft vom Frieden auf Erden auch in der DDR nicht.

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