Predigten

Zwischen Jubelrufen und Hassparolen

Sonntagsbetrachtungen im Schwabacher Tagblatt vom 19.3.2016

Lieber Leser, liebe Leserin,

an diesem Sonntag ist Palmsonntag. Seinen Namen hat er von den Palmwedeln, die die Menschen vor Begeisterung auf den Weg legten, als Jesus in Jerusalem einzog. Sie jubelten Jesus zu. Sie riefen „Hosianna“ und „Halleluja“. Sogar Königsrufe erschallten für diesen jungen Mann, der ganz unköniglich auf einem Esel in die Stadt ritt. Es dauerte freilich nicht lange, gerade mal eine knappe Woche, da erklangen ganz andere Rufe in der Hauptstadt der römischen Provinz. „Kreuziget ihn! Kreuziget ihn!“, skandierte die Menschenmenge vor dem Palast des römischen Statthalters Pilatus.

Der Trost Gottes - Predigt an Lätare 2016 von Pfr. Norbert Heinritz

Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserem Vater, und dem Herrn Jesus Christus. Amen.

Predigttext 2 Kor 1,3-7:
Dank für Gottes Trost in Trübsal
3 Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Barmherzigkeit und Gott allen Trostes, 4 der uns tröstet in aller unserer Trübsal, damit wir auch trösten können, die in allerlei Trübsal sind, mit dem Trost, mit dem wir selber getröstet werden von Gott. 5 Denn wie die Leiden Christi reichlich über uns kommen, so werden wir auch reichlich getröstet durch Christus. 6 Haben wir aber Trübsal, so geschieht es euch zu Trost und Heil. Haben wir Trost, so geschieht es zu eurem Trost, der sich wirksam erweist, wenn ihr mit Geduld dieselben Leiden ertragt, die auch wir leiden. 7 Und unsre Hoffnung steht fest für euch, weil wir wissen: wie ihr an den Leiden teilhabt, so werdet ihr auch am Trost teilhaben. (2 Kor 1,3-7)

Neujahrspredigt zur Jahreslosung 2016 von Pfr. Norbert Heinritz

Liebe Gemeinde, wie hat bei Ihnen das neue Jahr 2016 angefangen? Hoffentlich in einer schönen Runde mit lieben Menschen. Vielleicht auch allein zuhause, ruhig und bedächtig. Auch das kann ein schöner Anfang des neuen Jahres sein. Und der eine oder andere schläft sich ja auch ins neue Jahr hinein. Ich weiß nicht, wie es Ihnen zum Anfang dieses neuen Jahres geht. Ich merke, dass ich mit mehr Sorgen und Fragen als sonst in dieses Jahre gehe. So viel, was mich in den letzten Monaten beschäftigt hat und was ich auch mit ins neue Jahr nehme.

Predigt am Buß- und Bettag 2015 von Pfr. Norbert Heinritz

Liebe Gemeinde,

„Machtlos?“ – so lautet das Thema der diesjährigen Buß- und Bettagsinitiative unserer Landeskirche. Sie haben dazu dieses kleine Heftchen in der Hand.

„Machtlos?“ – das ist eine Frage, die viele in diesen Tagen bewegt. Mit Entsetzen haben wir die Geschehnisse in Frankreich verfolgt. 89 meist junge Menschen starben bei einem Rockkonzert. Unschuldige, junge Menschen, die ihr Leben vor sich hatten. Über 120 Tote waren es an diesem blutigen Freitagabend. Das Länderspiel gestern wurde abgesagt. Gott sei Dank, war es blinder Alarm. Und heute Morgen schon wieder die Nachricht: Tote bei einem Anti-Terror-Einsatz im Pariser Vorort Saint Denis: eine Frau soll sich in die Luft gesprengt haben.

Worte zum Terroranschlag von Pfarrer Heinritz auf der Mitgliederversammlung des Diakonievereins

Liebe Mitglieder des Diakonievereins, liebe Gäste,

ich begrüße Sie alle sehr herzlich zu unserer diesjährigen Mitgliederversammlung des Diakonievereins der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinden Wendelstein, Kornburg, Röthenbach St. Wolfgang e.V.

Jede Woche gibt es in der evangelischen Kirche einen Bibelvers, der wie eine Überschrift über dieser Woche steht. Über der kommenden Woche, die ja im christlich-jüdischen Sinn morgen am Sonntag beginnt, steht der Vers aus dem 2. Korintherbrief: Wir müssen alle offenbar werden vor dem Richterstuhl Christi. (2. Korinther 5,10)

Ich hatte nicht gedacht, dass dieser Vers so eine aktuelle Brisanz erhält. Ich denke, Ihnen allen wird es gehen wie mir: Mit Entsetzen habe ich heute Morgen die Geschehnisse in Frankreich erfahren. Es ist erschütternd, es tut weh, was da – man wird es so sagen müssen – ein paar Irre angerichtet haben. Mindestens 127 Menschen wurden getötet. Friedliche Menschen auf der Straße, die meisten auf einem Rockkonzert. Junge Menschen, die das Leben vor sich gehabt hätten. Es ist erschütternd.

Niemand kann nichts! - Ansprache beim Schulentlassgottesdienst der Mittelschule Wendelstein 2015

Liebe Schülerinnen, liebe Schüler, liebe Eltern, liebe Gemeinde,

'German's next Top-Absolvent' ist das Thema unserer Schulentlassgottesdienstes. - Tja, und wer ist nun unser Top-Absolvent? Fest steht: ein jeder, eine jede sucht nach Anerkennung und nach einem Platz im Leben. Ein jeder, eine jede braucht es, wertgeschätzt zu werden. Ihr braucht es als junge Menschen, auch aber auch eure Eltern, auch die Lehrer, auch ein Pfarrer. Anerkennung und Wertschätzung sind wie ein Treibstoff im Leben, der uns voranbringt.

Niederlagen können einen stark machen

Die Abiturprüfungen sind vorbei. Gerade laufen die Prüfungen zum qualifizierten Hauptschulabschluss. Ich habe in der vergangenen Woche die Ergebnisse in evangelischer Religion korrigiert. Wie das halt immer bei Prüfungen ist, wird es Freudengeschrei und Tränen der Enttäuschung geben. Aber eins sollte uns immer klar sein: die Leistungen bestimmen nicht den Wert eines Menschen. Und Niederlagen können einen stark machen.

Predigt auf der Gemeindereise in Usa River (Tansania) am 31.5.2015 von Pfr. Norbert Heinritz (deutsch und kisuaheli)

Liebe Gemeinde, liebe Schwestern und Brüder,

wir freuen uns sehr hier bei euch in Usa River zu sein. Eure Gastfreundschaft ist überwältigend. Ich sage euch im Namen der ganzen Reisegruppe Dank dafür. Asante sana. Es ist für mich eine große Ehre, dass euer Pastor ELIBARIKI KAAYA mich gefragt hat, heute die Predigt zu halten. Ich freue mich sehr und tue das gerne. Es ist ein wunderbares Zeichen, wie wir über alle Grenzen hinweg im Geiste Jesu verbunden sind.

Predigt am Ostersonntag 2015 von Pfr. Norbert Heinritz

Jesu Auferstehung
1 Und als der Sabbat vergangen war, kauften Maria von Magdala und Maria, die Mutter des Jakobus, und Salome wohlriechende Öle, um hinzugehen und ihn zu salben.
2 Und sie kamen zum Grab am ersten Tag der Woche, sehr früh, als die Sonne aufging.
3 Und sie sprachen untereinander: Wer wälzt uns den Stein von des Grabes Tür?
4 Und sie sahen hin und wurden gewahr, dass der Stein weggewälzt war; denn er war sehr groß.

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